Nachruf Antje Prskawetz

Das Reichswald-Gymnasium trauert um Frau OStR’ Antje Prskawetz

„Fürchte dich nicht,
denn ich habe dich erlöst;
 ich habe dich bei deinem Namen gerufen;
du bist mein!“
(Jesaja 43,1)

Tief bewegt muss das Reichswald-Gymnasium von seiner sehr geschätzten Lehrerin Antje Prskawetz Abschied nehmen. Antje Prskawetz gehörte dem Kollegium seit der Gründung der Schule an und unterrichtete als Oberstudienrätin die Fächer Englisch und Biologie. Ihr unermüdlicher Einsatz galt bis ganz zu letzt ihren Schülern. Sie liebte und lebte ihre Fächer. Die Sorge um die Bewahrung der Schöpfung, um den Schutz der vom Menschen so bedrohten Natur prägten ihr großes Engagement für den Umweltschutz. Noch im April dieses Jahres wurde ihr Projekt des Wildbienen-Hotels im Schulgarten des Gymnasiums eingeweiht, um das sie sich so intensiv bemüht hatte. Besonders am Herzen lag ihr auch die „Biotop-AG“ und das Wildblumenbeet direkt am Eingang zu unserer Schule, an dem nun eine kleine Tafel an Antje Prskawetz erinnert. Wir alle schätzten ihren so großen Einsatz für andere, ihre unendliche Hilfsbereitschaft für Kranke, Schwache und Hilfsbedürftige, um die sie nie großes Aufsehen gemacht hat, die große Energie und Akribie, mit der sie für das gekämpft hat, was ihr wichtig war. Über Jahre engagierte sie sich in der Krankenhausseelsorge und spendete anderen Menschen Trost und Halt. Wir vermissen einen fürsorglichen, gradlinigen, immer so aufrechten, lieben und guten Menschen.

Ihren Kollegen und Schülern mit auf den weiteren Lebensweg geben wollte Antje Prskawetz Worte aus Goethes großem Bildungsroman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“: 

„Die Welt ist so leer, wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt, aber nur hie und da jemand zu wissen, der mit uns übereinstimmt, mit dem wir auch stillschweigend fortleben, das macht uns dieses Erdenrund erst zu einem bewohnten Garten.“

Sie hat diese Worte stets auch mit der Zuversicht verbunden, dass die unzähligen Freundschaften und Verbindungen, die in den vielen Jahren gemeinsam gegangenen Weges gewachsen sind, auch bestehen bleiben, wenn diese Freundschaften durch unendliche Weiten voneinander getrennt sind. In der Hoffnung darauf behalten wir sie in dankbarer Erinnerung.

Antje Prskawetz wird immer ein Teil unserer Schule bleiben, in unseren Gedanken lebt sie fort.