ev. / kath. Religion

Das Fach Religion

 
Der Religionsunterricht wird heute häufig nur als scheinbar unwichtiges Nebenfach wahrgenommen, das so gar nicht mehr in den Fächerkanon einer modernen Schule passen will.

St. Theresia, Kaiserslautern

Interessant ist in diesem Zusammenhang das Ergebnis einer anonymen Umfrage, die eine siebte Klasse in den Jahrgangsstufen 6 bis 10 unseres Gymnasiums durchgeführt hat: 57 % aller befragten Schülerinnen und Schüler gaben an, an Gott zu glauben, und 85 % der Befragten hielten christliche Werte wie Nächstenliebe, zehn Gebote, Gewaltlosigkeit und Vergebung für wichtig und erstrebenswert. Diese zwar nicht repräsentativen Ergebnisse geben dennoch einen Hinweis auf die mögliche Bedeutung des Religionsunterrichtes:

Besuch des Shaolin-Klosters

Es geht neben der Wissensvermittlung über unser kulturelles und religiöses Erbe im Religionsunterricht stets auch um Ethik und Wertevermittlung, und zwar im ganz praktischen Sinne: Dazu gehören das Erlernen von Toleranz, auch im Umgang mit anderen Kulturen, die Befähigung zum friedlichen Miteinander, aber auch die Sensibilisierung für die ungerechten Lebensverhältnisse in der Welt.

Ein Beispiel: Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Kinderwelten“ wird die Situation von Kindern in ärmeren Ländern aufgezeigt, insbesondere im Vergleich zu Kindern in den Industrieländern. Es ist bedrückend zu sehen, dass viele Kinder Hunger leiden, keinerlei Zukunftsperspektiven haben, früh durch harte Arbeit zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen oder als Kindersoldaten missbraucht werden.
 
Für viele dieser Kinder ist es übrigens ein unerfüllbarer Wunschtraum, zur Schule gehen zu können, was bei unseren Schüler/innen manchmal für Verwunderung sorgt.
 
Der Religionsunterricht soll die Schüler/innen dazu anregen, selbst Antworten auf die grundlegenden Sinnfragen des Lebens zu finden und sie somit in ihrer Persönlichkeitsbildung unterstützen. Dazu muss ein solcher Unterricht im Gegensatz zu den meisten anderen Schulfächern die Schüler/innen nicht nur kognitiv, sondern auch emotional ansprechen. Erst dann, wenn die persönliche Betroffenheit, die Relevanz für das eigene Leben deutlich werden, sind sie motiviert, sich tiefergehend mit Religion auseinanderzusetzen, und durch diesen Prozess werden hilfreiche Impulse für die eigene Weiterentwicklung gesetzt.

Mit dem Imam der
Moschee Kaiserslautern

Im Religionsunterricht spiegelt sich auch die ganze Vielfalt von Lebens- und Glaubenskonzepten wider, durch die unsere moderne pluralistische Gesellschaft geprägt ist. Schüler/innen im Religionsunterricht gehören längst nicht mehr nur einer der beiden christlichen Konfessionen an. Heute sind nicht nur die christlichen Konfessionen vertreten, sondern auch überzeugte Atheisten, Zweifelnde und Suchende. Angehörige anderer Religionsgemeinschaften wie Buddhisten, Hindus, Juden und Muslime nehmen inzwischen selbstverständlich auch am evangelischen oder katholischen Unterricht teil. Dies wirkt sich nicht nur bereichernd auf die Vielfalt der Themen und den Erwerb von Kompetenzen aus, sondern hilft auch, durch erlebte Gemeinschaft und Gedankenaustausch gegenseitiges Verständnis und Toleranz auf der Basis gemeinsamer Werte zu stärken.

Unsere Lehrer/innen

 
Kath. Religion:
Sabrina Laux, Dorothea May, Thomas Schneider, Dr. Sonja Tophofen
         
Evang. Religion:    
Georg Bastian, Tanja Dietrich, Christina Großarth, Christopher Hager, Thorsten Müller (Referendar)