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Nils Wagner ist Landessieger bei "Jugend forscht"

Nils Wagner, diesjähriger Landessieger im Wettbewerb Physik bei "Jugend forscht", präsentiert sein Modell

Erneute Auszeichnung eines Schülers des Reichswaldgymnasiums

Erneut ist die Arbeit eines Schülers des Ramsteiner Reichswald-Gymnasiums mit einem bedeutenden Preis ausgezeichnet worden:

Nils Wagner, Oberstufenschüler des Ramsteiner Reichswald-Gymnasiums, siegte beim Landeswettberwerb Physik, der bei der BASF in Ludwigshafen ausgetragen worden ist. Nils Wagner wird nun das Land Rheinland-Pfalz beim Bundeswettbewerb in Erlangen, den die Firma Siemens ausrichtet, vertreten. Die ganze Schulgemeinschaft des Reichswald-Gymnasiums sendet Nils ihre herzlichsten Glückwünsche und ist auf das Erreichte sehr stolz. 

Das Forschungsprojekt trägt den Titel "Optimierung eines Flugzeugflügels mithilfe eines auf dessen Oberfläche verlaufenden Bandes“ - wir berichteten bereits. Nils Wagner, der in den letzten Jahren mehrfach für hervorragende Arbeiten in der Mathematik ausgezeichnet wurde, stellte sich die Frage, ob es möglich ist, zwei bereits bekannte und in der Praxis eingesetzte Effekte zur Verbesserung des Auftriebs von Flugzeugen miteinander zu kombinieren. Einer dieser beiden Effekte beschreibt dabei den Auftrieb eines herkömmlichen Flugzeugflügels, der von Luft umströmt wird. Der andere, genannt "Magnuseffekt", ist Ballsportlern bestens bekannt: Wenn  etwa ein Fußball beim Abschuss noch eine zusätzliche Rotation erhält, weist seine Flugrichtung die Bewegung einer "schiefen Bahn" auf - Fußballern bestens als sogenannte "Bananenflanke" bekannt.

Nils konstruierte für seine Arbeit nun ein Flügelmodell, auf dem ein Band umlief, das durch eine Bohrmaschen angetrieben wurde. Mit einem Laubbläser stellte er einen Luftstrom her und konnte so Druckmessungen an der Oberfläche des Flügels durchführen. Diese experimentell gewonnen Ergebnisse verglich er mit denen von Simulationsrechnungen, die er am Lehrstuhl von Professor Gauger an der TU Kaiserslautern durchgeführt hatte. Dabei verwendete er eine Software, welches auch in der Forschung und Entwicklung großer Flugzeugbauer, etwa bei Airbus, eingesetzt wird. 

Der Sonderpreis, mit dem Nils Wagner zusätzlich zu seinem ersten Preis ausgezeichnet worden ist, ist mit einem einwöchigen Aufenthalt im Deutschen Museum in München verbunden.