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Nils Wagner erringt Bundessieg im Wettbewerb „Jugend forscht“

Nils Wagner, ehemaliger Schüler und Abiturient am Ramsteiner Reichswald-Gymnasium ist Bundessieger im Fach Physik beim Wettbewerb „Jugend forscht“. Schulleiterin Dr. Sonja Tophofen und die gesamte Schulgemeinschaft gratulieren Nils Wagner zu diesem sensationellen Erfolg.
 
In seiner Arbeit beschäftigte sich Nils Wagner mit fliegenden Gyroskopen. Fliegende Gyroskopen sind faszinierende Flugobjekte, die aufgrund ihrer Rotation eine große Stabilität aufweisen. Der bekannteste Vertreter ist hierbei die Frisbee, welche in Rotation versetzt weite Strecken geworfen werden kann.
 
In seinem Projekt hat Nils Wagner nun ein ähnliches Flugobjekt namens X-Zylo untersucht, welches Flugweiten von über 100 Meter erreichen kann. Dieses Freizeitspielzeug ist vereinfacht ein dünnwandiger Hohlzylinder, der ähnlich wie ein Football geworfen wird und eine erstaunlich gradlinige Flugbahn aufweist. Ziel des Projektes war es nun, die Trajektorie, also die Flugbahn, des X-Zylo, so genau wie möglich zu berechnen.
 
Dafür schrieb der Student der Physik ein Programm, welches mit Hilfe der Anfangsparameter sowie in Strömungssimulationen erhobener Daten die Trajektorie berechnet. Dieses Ergebnis teste er dann mit einer selbstgebauten, katapultähnlichen Abschussvorrichtung. Im weiteren Verlauf des Projekts sollen die Flugeigenschaften solcher Objekte unter der Variation verschiedener Parameter untersucht werden, wie z.B. dem Durchmesser oder der Länge des Zylinders. Es stellt sich heraus, dass die Berechnung der Flugbahn aufgrund vieler Parameter sehr komplex ist und so eine Vorhersage über das genaue Flugverhalten sehr schwer zu treffen ist. Dennoch gelang es Nils Wagner, die meisten der mit der Abschussvorrichtung getätigten Probeschüsse in einem gewissen Fehlerbereich auf Basis der Berechnung bereits recht genau zu reproduzieren.
 
Nils Wagner hat mit seinem beeindruckenden Forschungsprojekt an der Wettbewerbsrunde 2018/19 von „Jugend forscht“ teilgenommen und durfte nach Durchlaufen der Regional- und Landesrunde schließlich am Bundeswettbewerb in Chemnitz teilnehmen. Dort konnte er nun den Bundessieg im Fachgebiet Physik erlangen.


Der Preisträger dankte seinen Eltern, seinem ehemaligen Physiklehrer Hermann Steffen und dem Hausmeister des Reichswald-Gymnasiums, Jürgen Knobloch, für die fachliche und organisatorische Unterstützung seiner Experimente, die er unter anderem in der Sporthalle der Schule hat durchführen können. Die ganze Schule ist stolz auf ihren ehemaligen Schützling, der als Westpfälzer damit erneut bundesweit für ein großes Aufsehen in der naturwissenschaftlichen Nachwuchs-Forschung gesorgt hat.
 
Ein Erfolg, der auch Zeugnis für die hervorragende Arbeit der naturwissenschaftlichen Fachbereiche des Reichswald-Gymnasiums als zertifizierter MINT-Schule gibt.

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