Nachrichten

Geschichtsstunde mit weltbekanntem Althistoriker

Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke unterrichtete am Reichswald-Gymnasium

Eine Latein- und Geschichtsstunde der besonderen Art erlebten die Quartaner der siebten Klasse des Reichswald-Gymnasiums am vergangenen Freitag. Am Pult stand nicht wie gewohnt der "normale" Lehrer, sondern ein "echter" Professor. Im Rahmen seiner Reise nach Ramstein und anlässlich seines Vortrages in der Aula des Reichswald-Gymnasiums (wir berichteten) unterrichtete der Althistoriker Hans-Joachim Gehrke in der 6. Stunde die Klasse 7bc - eine Gruppe von sehr engagierten und interessierten Latein-Schülern. Im Vorfeld durften sich die Schüler das Thema der Stunde selbst wählen. Man entschied sich für das Thema "Jesus von Nazareth als historische Person". Eine Steilvorlage, wie der Historiker später bemerkte, gehöre dieses Feld doch zu seinen Lieblingsthemen. Gemeinsam mit dem Wissenschaftler untersuchten die Schüler eine antike Münze, verglichen schriftliche Quellen und betrachteten archäologische Fundstücke. Stets sollte der Bogen zu dem historischen Jesus gespannt werden. Viel zu schnell war die Stunde dann um kurz vor 13 Uhr beendet, so dass die Schüler viele neue Erkenntnisse und Perspektiven mit nach Hause nehmen konnten. Das eigenständige Nachdenken über eine der wichtigsten Figuren der Weltgeschichte aus der Perspektive des Historikers aber sollte durch die gesetzten Impulse erst seinen Anfang finden.

Als besonderen Gast durfte die Klasse Bürgermeister Ralf Hechler begrüßen, der in der letzten Reihe für eine dreiviertel Stunde noch einmal die Schulbank gedrückt hat. Direkt im Anschluss durfte sich Hans-Joachim Gehrke in das Goldene Buch der Stadt Ramstein-Miesenbach eintragen. Den Abschluss des offiziellen Teils des Besuchs aus Freiburg bildete der Gang auf den Betzenberg. Gemeinsam mit Kollegen der Schule sollte alle Hilfe für das Heimspiel der Roten Teufel gegen den FC St. Pauli mobilisiert werden. Leider vergeblich.

Bürgermeister Ralf Hechler verabschiedete Gehrke mit herzlichen Worten des Dankes für sein ehrenamtliches Engagement im Gymnasium und für seinen Besuch in der Westpfalz, der angesichts der vielfältigen Verpflichtungen des Wissenschaftlers in der ganzen Welt alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Schule und Gemeinde hoffen auf ein baldiges Wiedersehen mit ihrem Ehrengast, der allen, die dabei sein durften, einen so lebendigen und anschaulichen Blick auf die Welt der Antike und den Umgang mit der Geschichte geschenkt hat. Ein Besuch, der Lust gemacht hat, sich immer wieder neu mit den "alten" Fragen der großen alten Geschichten der Menschheit zu befassen.