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Abgeordneten-Preis des Europäischen Parlaments für EU-Projekt des RWG

Christine Schneider, MdEP, gratuliert den Preisträgern des RWG zu ihrem gelungenen Projekt (Foto: Büro Christine Schneider, Straßburg)

Eine ganz besondere Ehre wurde in der vergangenen Woche Schülern der Oberstufe des Ramsteiner Reichswald-Gymnasiums und ihren Geschichtslehrern, Philipp Huchzermeier, Matthias Nixdorf und Martin Hauter, zuteil: Sie erhielten einen Preis des Europäischen Parlaments, den die Abgeordnete Christine Schneider, MdEP, vor einigen Monaten ausgeschrieben hatte. Die aus dem südpfälzischen Edenkoben stammende Politikerin der CDU vertritt in Straßburg und Brüssel die Belange der Pfalz und des Saarlandes. Um auch Jugendliche für das uns alle betreffende Thema „Europa“ zu begeistern, hatte sie vor einigen Wochen einen Wettbewerb ausgeschrieben, mit dem sie Initiativen und Projekte, die sich für das Thema „Europa“ engagieren, unterstützen und auszeichnen wollte. Unter vielen Bewerbern setzten sich die Ramsteiner Schüler mit ihrem Projekt „Der Traum vom geeinten Europa“ durch.

 

Ziel des Ramsteiner Projekts war die Vorbereitung einer kleinen Ausstellung zum Thema „Der Traum von geeinten Europa“. Hierzu hatten sich die Schüler selbständig mit aktueller Fachliteratur zu verschiedenen Themen der Europäischen Integration und zu aktuellen Problemen und Konflikten auseinandergesetzt - jeweils geleitet von einer Fragestellung, die zur selbständigen Auseinandersetzung mit der Thematik anregen wollte. So sollte ein kritischer Blick auf Leistungen, Errungenschaften und Probleme der Europäischen Integration gelingen. Am Ende präsentierten die Teilnehmer - allesamt Schüler der Oberstufe und Teilnehmer eines Leistungskurses Geschichte der 11. und 12. Klasse Jahrgangsstufe - ihre Ergebnisse im Rahmen einer Ausstellung auf dem Ramsteiner Europa-Fest.

 

Hierzu hatten die Schüler einen Raum des Heimatmuseums zu einer gemütlichen „Lounge“ umgestaltet: Deshalb wurde der Raum mit einer inhaltlich passenden und ästhetisch ansprechenden Dekoration versehen. Auch wurden zwei Sitzgruppen eingerichtet - teilweise mit historischen Möbeln des Ramsteiner Rathauses. Eingebettet in das Ambiente eines barocken Bürgerhauses war so ein Ort der Begegnung und des Austauschs mit den Besuchern des großen Europa-Festes der Stadt-Ramstein Miesenbach geschaffen. Zu dem Bürgerfest waren Bewohner aller Partnerstädte der westpfälzischen Stadt aus verschiedenen Teilen der Europäischen Union zusammengekommen, um die vor Ort gelebte Europäische Gemeinschaft zu feiern. Hierzu lagen die Fachbücher, mit denen die Schüler gearbeitet hatten, einige Bildbände und die Tagespresse zum Schmökern und Stöbern aus. Vor Ort standen die Schüler dann allen Besuchern Rede und Antwort. Sehr positiv war die Resonanz der vielen Besucher: Das Projekt war ein geglückter Versuch, kontroverse Fragen der europäischen Politik aus der Perspektive der Europäer von Morgen in Auseinandersetzung mit der aktuellen Forschungsliteratur aufzubereiten und in einem entspannten Rahmen mit unsren Gästen aus ganz Europa ins Gespräch zu kommen.  Die Ausstellung wurde einige Wochen über das Europafest hinaus verlängert.

 

Der mit der Ehrung verbundene Preis war nun eine Einladung in das Europäische Parlament nach Straßburg. Dabei hatten die Schüler zuerst die Gelegenheit, das Sitzungsgebäude kennenzulernen. Dann wurden sie von Christina Schneider empfangen. Die Abgeordnete berichtete ihren Gästen aus ihrem Leben, von ihrer täglichen Arbeit und über die aktuellen europäischen Themen der Zukunft. Sie schenkte ihren Zuhörern authentische Einblicke in die Welt der europäischen Politik. Ausgiebig nutzten die Preisträger die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Frau Schneider dankte noch einmal allen Helfern für ihren großen Einsatz für das Europafest, das auch sie selbst in Ramstein besucht und sehr genossen hatte. Im Anschluss an dem Empfang wurden alle zu einem festlichen Mittagessen eingeladen, bevor sie zu einem kurzen abschließenden Stadtrundgang aufbrachen. Ein besonderer Tag für alle Teilnehmer, verbunden mit der besonderen Ehre, für einen Tag Ehrengast des Europäischen Parlaments in der so schönen Stadt Straßburg gewesen zu sein.