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Reichswald-Gymnasium eröffnet Wildbienen-Station

Nach langer Planungsphase und Vorbereitung konnte noch vor Ostern die neu errichtete Wildbienenstation im Grüngelände hinter dem Reichswald-Gymnasium für den Bezug freigegeben werden. Die Biotop-AG der Schule hatte seit letztem Sommer intensiv daran gearbeitet. Zur Einweihung hatte das RWG zu einer kleinen Fest- und Informationsveranstaltung samt Umtrunk in den Schulgarten eingeladen. Zu Gast waren als Vertreter der Stadt und Verbandsgemeinde Bürgermeister Ralf Hechler, Stefan Layes vom Förderverein, der das Vorhaben finanziell unterstützt hat, der Naturschutzbund Nabu, die Schulleitung sowie Eltern, Schüler und Lehrer.

Biologielehrerin Antje Prskawetz lobte in ihrer Ansprache besonders die so engagierten AG-Mitglieder, die mit ganz großem Einsatz und Durchhaltevermögen seit letztem Sommer gearbeitet haben, damit die Schule auf ihrem Schulgelände den Wildbienen ein wahres Luxusquartier anbieten könne. Hierzu waren eine Menge Säge- und Bohrgeräusche, Pinselstriche, Staubwolken, lehmverschmierte Hände, Schmirgel- und Schneidearbeiten und eine Menge Geduld nötig, da ja wirklich jede Kleinigkeit von Hand erledigt werden musste. Das Grundgerüst des Wildbienenstocks war zuvor von der Schreinerwerkstatt des Arbeits- u. Sozialpädagogischen Zentrums Kaiserslautern gezimmert und vor Ort montiert worden.

Das Projekt soll ein Beitrag zum Artenschutz sein. Für eine nachhaltige Ansiedlung von Wildbienen ist es von entscheidender Bedeutung, dass es auch ein passendes Angebot an Blüten gibt. Das Schulgelände bietet hierfür ein gutes Potenzial. Da die Bienen aber natürlich nicht an der Grundstücksgrenze halt machen, ist es wichtig, dass auch die Straßenböschungen nicht zu früh und zu oft gemäht werden, da genau diese sogenannten Saumbiotope wichtige Nahrungsgrundlage für Wildbienen sind. Auch jeder Gartenbesitzer kann hierbei mithelfen, indem er seinen Garten wildbienenfreundlich bepflanzt. Das Projekt soll zudem auch seinen Platz im Biologieunterricht finden und dabei so etwas wie einen außerschulischen Lernort direkt auf dem Schulgelände schaffen. Durch systematisches Beobachten des Verhaltens der Bienen können künftig Unterrichtsthemen wie die gegenseitige Anpassung von Insekten und Blüten, aber auch Fragestellungen aus dem Feld der Ökologie  praktisch und anschaulich erarbeiten werden.

Der Naturschutzbund Deutschlands, die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, der Förderverin und die Schulleitung sprachen Antje Prskawetz und ihrer Arbeitsgemeinschaft ein großes Dankeschön für den engagierten Einsatz für ein wirklich sehr besonderes und wichtiges Projekt aus. Die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach ist um eine naturkundliche Attraktion reicher geworden.