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3. Platz bei "Jugend forscht"

Simon Lesmeister vom Reichswald-Gymnasium ausgezeichnet

Simon Lesmeister (Klasse 7d) hat am Freitag, den 17. Februar 2017 das erste Mal am Regionalwettbewerb „Schüler experimentieren. Jugend forscht" in Bingen teilgenommen. Die eingereichte Arbeit hatte das Thema "Alles muss raus. Auch der letzte Rest des kleinen Teelichts zählt." 

 

Für die Ergebnisse seiner Arbeit wurde Simon Lesmeister trotz großer Konkurrenz mit einem 3. Platz im Forschungsbereich "Arbeitswelt" belegt. Ein großer Erfolg!

 

Wer kennt das nicht: Man hat ein Teelicht in Benutzung, sieht auf dem Boden noch einen großen Teil des Wachses, muss es aber dennoch austauschen, weil sich der Docht nicht mehr entzünden lässt. Untersucht wurde nun, warum so viele Teelichter im Abfall landen, obwohl sie noch nicht vollständig ausgebrannt sind. Ist es ein Problem des Wachses oder des Dochtes? Und warum lässt sich der letzte Rest an Wachs nicht mehr entzünden? So hat Simon durch viele Experimente herausgefunden, dass die Teelichter im Schnitt noch drei Stunden länger genutzt werden könnten. Nachweise zeigten zudem, dass das Wachs der Teelichter, die er untersucht hat, sehr wahrscheinlich aus Palmöl gewonnen wurde. Dies ist aus ökologischer Sicht sehr fragwürdig, da zur Palmölgewinnung tropische Wälder abgeholzt werden, was die Vergeudung eines großen Anteils des Materials noch fragwürdiger macht.

 

Um die Lichter effizienter nutzen zu können, hat Simon Lesmeister jetzt eine neue Bodenform modelliert. Da das Restwachs sich immer am Rand ansammelt, hat er den Fuß der Teelichter trichterförmig gestaltet, so dass das flüssige Wachs zum Docht hinfließt und weiterhin als Brennmaterial zu Verfügung steht. Da auch der Aluminiumbecher einmal benutzt im Müll landet, aber sehr viel Energie zur Herstellung benötigt und giftige Abfallprodukte bei der Aluminiumgewinnung entstehen, hat Simon versucht, den konventionellen Aluminiumbecher durch Altpapier zu ersetzen. Diesem hat er Hirschhornsalz zugefügt, um die Brandgefahr zu mindern. Die Frage, welches Salz man dem Altpapier zufügen kann, so dass es weitgehend feuerfest wird, könnte Gegenstand weiterer Forschungen sein.

 

Annerose Molitor-Schworm vom Fachbereich Chemie und Esther Sternheim (Biologie), die für die Koordination der Jugend-forscht-Projekte am Reichswald-Gymnasium zuständig sind, hatten die Arbeit betreut. Seit Jahren schon nimmt das Reichswald-Gymnasium mit großem Erfolg an Schülerwettbewerben auf dem Gebiet der Naturwissenschaften teil. Die Fachbereiche Chemie, Biologie und Physik genießen einen hohen Stellenwert im Bildungsprogramm der Schule.