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Seltene Wildbienenart am Reichswald-Gymnasium

Das Reichswald-Gymnasium hat einige neue Mitbewohner der besonderen Art. Angesiedelt haben sich die friedlichen und für die Natur so unverzichtbaren Lebewesen im Wildbienen-<wbr />Beobachtungskasten der Schule. Dabei ist in den vergangenen Monaten eine ganz besondere Grabwespenart in Ramstein heimisch geworden, die aus Amerika nach Europa eingeschleppt wurde und die sich seit etwa 20 Jahren von Südfrankreich aus auf unserem Kontinent ausbreitet. Diese seltene Bienenart hat sich nun das Ramsteiner Schulgelände als Nistort ausgesucht. Das ist insofern bemerkenswert, als die Art bisher vom Oberrhein kommend als Neubürger erst mal nur in der Vorderpfalz zu siedeln schien. Unserer ist wohl der erste Fund in einer neu eroberten Region. Im Artenfinder-Portal wurde die Art bisher erst acht Mal in Rheinland-Pfalz gemeldet, alle Fundorte lagen in der Vorderpfalz um Landau, Haßloch und Mutterstadt herum. Es handelt sich um den "Stahlblauen Grillenjäger", Isodontia mexicana. Diese Art trägt durch einen Stich gelähmte Heuschrecken in einen passenden Hohlraum und verschließt die Brutzellen mit fein zerfaserten Grashalmen. Da kam ihr der neue Wildbienen-Kasten des Gymnasiums wohl gerade recht.